Der Gedanke im Hotelbett.
Mit ungefähr 23, 24 Jahren war ich als Elektriker auf Montage unterwegs – in Österreich und europaweit. Montag früh ging es los, teilweise um drei Uhr morgens Richtung Wien. Donnerstag oder Freitag kam ich zurück, nachmittags oder am Abend.
Eines Tages lag ich im Hotelbett und dachte: Für ein paar Jahre war das durchaus in Ordnung. Ich verdiente überdurchschnittlich gut. Auf Dauer war dieses Leben aber nicht mein Ding.
Für eine Lebensphase darf etwas passen. Und später darfst du neu entscheiden.
Ich erinnerte mich an eine Überlegung, die mich schon länger begleitet hatte: die Matura nachholen und vielleicht später nebenberuflich studieren.
Eine berufliche Veränderung ermöglichte mir den Wechsel in die Instandhaltung im Schichtbetrieb. Für mich war das zunächst ein Schritt zurück. Dort bekam ich jedoch die Chance, gemeinsam mit Kollegen nebenberuflich die Matura nachzuholen. Das Studium folgte ungefähr zwischen meinem 27. und 32. Lebensjahr.
Zu diesem Weg gehörte auch eine ehrliche Frage: Was ist der Preis, den ich bezahle, wenn ich neben dem Hauptberuf zusätzlich 20 bis 30 Stunden pro Woche für meine Ausbildung aufwende?
